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Inhalt

 

  • 1. KiTa stellt sich vor (Vorwort)
  • 1.1 Information zum Träger und zur Einrichtung
  • 1.2 Familien in der KiTa und im Einzugsgebiet
  • 1.3 Rechtlicher Auftrag – Zielvorgaben BEP als Orientierungsrahmen
  • 2. Unser Leitbild 2.1 Unsere pädagogische Arbeit
  • 3. Bildungs- und Erziehungsziele
  • 3.1 Grundprinzipien unserer Arbeit
  • 3.1.1 Ziele und Umsetzung unserer Arbeit
  • 3.1.2 Ein KiTa-Kind erzählt...
  • 3.1.3 Ganzheitliche Förderung – Lernen in Projekten
  • 3.1.4 Beobachtungen/ individuelle Lernprozesse und deren Dokumentation
  • 3.1.5 Teamarbeit/ Evaluation
  • 3.1.6 Elternarbeit
  • 4. Stärkung der Basis-Kompetenzen
  • 4.1 wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder
  • 4.2 Geschlechterbewusste Erziehung und Kompetenz
  • 4.3 Umgang mit Konflikten
  • 4.4 Sprach- und mediengewandte Kinder
  • 4.5 Künstlerisch aktive Kinder
  • 4.6 Starke Kinder
  • 4.7 Rechte der Kinder
  • 5. Übergänge des Kindes in der Kita
  • 5.1 Unsere Kleinsten – U 3 (Eingewöhnung)
  • 5.2 Übergang in den Kindergarten (Eingewöhnung)
  • 5.3 Übergang in die Grundschule (Vorschularbeit)
  • 6. Qualitätsmanagement
  • 6.1 Dokumentation
  • 6.2 Eltern- und Mitarbeiterbefragung
  • 6.3 Feedbackgespräche mit Mitarbeitern
  • 6.4 Regelmäßige Trägerbesprechung
  • 7. Hygienemanagement
  • 7.1 Hygienebeauftragter
  • 7.2 Reinigung
  • 7.3 Lebensmittelhygiene
  • 8. Organisatorische Rahmenbedingungen
  • 8.1 Öffnungszeiten/Schließzeiten
  • 8.2 Kern-, Bring- und Abholzeit
  • 8.3 Buchungszeiten/Betreuungskosten 8.4 Anmeldung und Aufnahme 8.5 Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
  • 8.6 Wir haben es geschafft...

1. Vorwort

Liebe Kinder, liebe Eltern,
seit Januar 2014 ist die neue Kinderwelt St. Norbert am Hexenbruch mit Leben erfüllt. Die Kirchenstiftung St. Norbert hat weiterhin die Trägerschaft in der Kindertagesstätte. Die Kinder sollen hier zusammen mit den Erzieher/innen, Kinderpfleger/innen und allen anderen Mitarbeiterinnen eine frohe und erfüllte „Kindergartenzeit“ erleben. Schon im Markusevangelium (Mk 10,16) heißt es: „Und er (Jesus) nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“ Das ist auch ein Leitmotiv für uns heute: Alle Kinder sind uns willkommen. Das gemeinsame Spiel, das miteinander Essen und das Feiern von Geburtstagen und kirchlichen Festen sollen für die Kinder wertvolle Erfahrungen werden, die sie für ihr weiteres Leben prägen. Fundament für die Arbeit in der neuen Kinderwelt ist der christliche Glaube, der bei den Feiern im Kirchenjahr wie an Weihnachten und Ostern besonders sichtbar wird. Die Nähe zum Wald lädt ein, die Schöpfung, die uns anvertraut ist, mit allen Sinnen wahrzunehmen und achtsam mit ihr umzugehen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Eltern und Elternbeirat zum Wohl der Kinder, die uns anvertraut sind. Allen Kindern, die unsere Kinderwelt St. Norbert am Hexenbruch besuchen eine frohe und gesegnete Kindergartenzeit wünscht

Bernd Götz
(stv. Kirchenverwaltungsvorstand)

2. Vorwort

Liebe Eltern, liebe Interessierte,
wir laden Sie ein unsere Kinderwelt kennen zu lernen. Dieses Konzept ist ein Leitfaden für die Förderung der kindlichen Entwicklungs- und Lernprozesse in unserer Kindertagesstätte. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das stetig überarbeitet und fortgeschrieben werden muss. Es dient als Planungsgrundlage für zielgerechtes Handeln. Seit der Bayerische Erziehungs- und Bildungsplan eingeführt wurde, ist der Bildungsauftrag in der Kindertagesstätte klar definiert. Momentan erleben wir einen gesellschaftlichen Wertewandel. Die herkömmlichen Familienstrukturen gibt es immer weniger. Die Berufstätigkeit bzw. die Erwerbstätigkeit beider Elternteile nimmt immer mehr zu. Viele Frauen kehren früher ins Berufsleben zurück. Alleinerziehende und Patchworkfamilien sind selbstverständlicher geworden. Damit steigt der Bedarf an einer qualitativ hervorragenden Kinderbetreuung. Eltern wünschen sich heutzutage Entlastung, Unterstützung, sowie eine kontinuierliche Betreuung und Erziehung ihrer Kinder. Unsere Kinderwelt St. Norbert bietet allen Familien einen Ort der Geborgenheit und eine fachkundige Begleitung. Wichtig ist uns dabei, den Eltern die Sicherheit zu geben, dass ihre Kinder liebevoll angenommen, betreut und gefördert werden. Wir begegnen den Kindern stets individuell und begleiten sie wertschätzend. In unserer KiTa entdecken Krippenkinder und Kindergartenkinder gemeinsam unsere Kinderwelt. Unser Konzept ist einheitlich und aufeinander aufbauend. Es bietet Ihnen die Möglichkeit einer kontinuierlichen Betreuung und Förderung ihres Kindes. Vertraute Räumlichkeiten und stabile Beziehungen zu den Mitarbeitern wirken sich dabei positiv auf die Entwicklung ihres Kindes aus. Ihr entgegengebrachtes Vertrauen bedeutet uns dabei sehr viel.

Viola Walter
(Einrichtungsleitung) März 2014

3. Vorwort

Unsere Arbeit im Elternbeirat

Liebe Eltern, Wir, der Elternbeirat der Kinderwelt arbeiten eng mit dem KiTA-Team zusammen. Unser Ziel ist es, die Interessen der Eltern gegenüber dem Träger und dem Team zu vertreten. Gemeinsam begrüßen wir den offenen, konstruktiven Austausch miteinander. Der Elternbeirat unterstützt die Arbeit des Teams zum Wohle aller Kinder. Gemeinsam planen, organisieren und reflektieren wir Veranstaltungen. Wir finanzieren zusätzlich Exkursionen, Ausflüge, Feste und Projekte für die Kinder und Familien. Ebenso unterstützen wir das Team mit eigenen Erfahrungen und stehen diesem gerne mit Rat und Tat zur Seite. Einnahmen durch Kleidermärkte, Sommerfeste, St. Martin etc. ermöglichen uns, den Kindern besondere Erlebnisse zu schaffen. Wir freuen uns immer, über tatkräftige und engagierte Helfer, die den Elternbeirat aktiv in ihrer Arbeit unterstützen, z.B. bei Gartenaktionen... Die Mitsprache und Mitwirkung als Elternvertreter, ist uns zum Wohle unserer Kinder besonders wichtig. Strahlende Kinderaugen werden Sie belohnen!

Der Elternbeirat 2013/2014


Pädagogisches Konzept Kinderwelt St. Norbert am Hexenbruch

1.1 Information zum Träger und zur Einrichtung
Unser Neubau in der Waldstraße öffnete am 07.01.2014 erstmals seine Türen für unsere Familien. Mit dem Rechtsanspruch auf eine Betreuung für Kinder ab dem ersten Lebensjahr, errichtete die Marktgemeinde Höchberg pünktlich zum Januar 2014, in nur 9 Monaten Bauzeit unsere fünfgruppige Kinderwelt am Hexenbruch. Das helle, moderne, nach neusten Sicherheitsstandard erbaute Haus, wurde auf einem Gemeindegrundstück errichtet und ersetzt nun unseren ehemaligen Kindergarten am Hexenbruch. Wir erweiterten somit unser Bildungs- und Betreuungsangebot um zwei Krippengruppen mit je 12 Plätzen für unsere Kleinsten. Somit ist bis zum Schulübertritt eine Bildung und Betreuung der Kinder sichergestellt. Gemeinsam mit der Marktgemeinde Höchberg reagieren wir immer wieder flexibel auf demographische Veränderungen. Neue Qualitätsstandards werden entwickelt und umgesetzt. Regelmäßige Koordinationstreffen ermöglichen eine aktuelle und realistische Bedarfsermittlung und somit ein adäquates Handeln in Zusammenarbeit und Vernetzung mit der politischen Gemeinde. Die Trägerschaft unserer Kinderwelt übernahm weiterhin die katholische Kirchenstiftung von St. Norbert, Allerseeweg 10 in Höchberg/Hexenbruch. Der waldnahe Standort der KiTa bietet zusätzlich Raum für das Erleben, Entdecken und Verweilen im Freien. Parkplätze vor und neben dem Gebäude sind vorhanden. Unsere Außenspielanlage ist für ca. 75 Kindergartenkinder hinter dem Haus in Hanglage angelegt worden. Gruppenübergreifend, bietet der Spielplatz den Kindern Wasserpumpe, Wasserrinnen, Sandspielplatz, Spielhaus, Schaukel, Kletter- und Versteckmöglichkeiten mit viel Freiraum zum Spielen. Der „alte Baumbestand“, wurde als Sonnenschutz für die Kinder erhalten und lädt ein, im Schatten zu spielen. Für die Jüngsten unserer Einrichtung, den Krippenkindern, ist eigens ein Spielplatz mit altersentsprechenden Krabbel-, Spiel- und Schaukelmöglichkeiten errichtet worden. So können auch hier 24 Kinder im Freien ihre Erfahrungen sammeln und gemeinsam gruppenübergreifend Spaß haben.

1.2 Familien in der KiTa und im Einzugsgebiet
Vorwiegend besuchen Kinder aus unserem Ortsteil Hexenbruch unsere Kinderwelt. Höchberg bietet allen Familien vier KiTas und eine Kinderkrippe mit unterschiedlichsten Konzeptionen und Schwerpunkten an. Wir können unseren Familien, drei Kindergartengruppen mit je 25 Plätzen anbieten. Im Krippenbereich stehen zwei Gruppen mit je 12 Plätzen zur Verfügung. Das naheliegende Freizeitangebot, sowie Sportanlagen, Vereine, Schwimmbad etc. macht den Hexenbruch zu einem attraktiven Wohngebiet. Für alle Schulkinder ist seit vielen Jahren der Hexenbruch Standort für eine Grund, Mittel-, Real- und Förderschule. Außerdem besteht die Möglichkeit der gebundenen Ganztagsklassen. Auch Senioren bietet der Hexenbruch eine Wohnanlage mit betreutem Wohnen an, so ist ein Miteinander von „Jung und Alt“ möglich. Ebenso ist die ärztliche Versorgung vor Ort für Kinder und für verschiedenste Fachbereiche gewährleistet.

1.3 Rechtlicher Auftrag – Zielvorgaben und BEP als Orientierungsrahmen

Rechtliche Grundlage der Einrichtung Nach Art. 2 Abs. 1, BayKiBiG

(1) 1 Kindertageseinrichtungen sind außerschulische Tageseinrichtungen zur regelmäßigen Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern. ²Dies sind Kinderkrippen, Kindergärten, Horte und Häuser für Kinder: Grundlage der pädagogischen Arbeit sind das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (Art. 10 Abs.1 Satz 1, BayKiBiG) und der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP).

2. Unser Leitbild
Jedes Kind kommt mit anderen Lebenserfahrungen und Lebensbedingungen aus der Familie in unsere Einrichtung. Jedes Kind ist einzigartig und somit anders. Deshalb ist es unser Ziel, die individuellen Fähigkeiten der Kinder zu erkennen, ihre Ideen und Eigeninitiativen durch beispielsweise soziale, sprachliche, künstlerische, motorische, musikalische, naturwissenschaftliche Umgebung zu fördern und zu entwickeln. Wir sind ein offenes, engagiertes Team, das auf vielseitige, langjährige Erfahrungen zurückgreifen kann.
Durch verschiedenste Angebote und einer Vielfalt an Aktionen und Projekten erleben die Kinder ganzheitliche Förderung. Für uns ist das Kind maßgeblich an seiner Entwicklung beteiligt. Es gibt uns seine Zeit und sein Lerntempo vor. Die pädagogischen Schwerpunkte und Zielvorstellungen richten sich nach den Leitlinien des Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplanes, gekoppelt an Leitgedanken und an das Leitbild unserer Kinderwelt.

Unser Leitbild für die Kinderwelt:
Wir ...
• sind ein offener Ort der Erziehung, Bildung und sinnlichen Erfahrung
• bejahen die kulturelle Vielfalt ihrer Kinder und deren Herkunft
• ermöglichen Lernen im Umgang mit dem Alltag und deren Regeln
• geben Mädchen und Jungen gleiche Chancen
• sind eine Kindertagesstätte mit demokratischen Interessen und Kompromissen
• beteiligen Schwächere und Behinderte, sowie von Behinderung bedrohte Kinder

2.1 Unsere pädagogische Arbeit
„Wir entdecken und erleben gemeinsam die Welt“

Wir arbeiten nach dem lebensbezogenen Ansatz von Prof. Dr. Norbert Huppertz. Zum lebensbezogenen Ansatz gehört der partnerschaftliche Erziehungsstil, die ganzheitliche Förderung und ein geplantes, vorbereitendes und reflektierendes Arbeiten. Im Mittelpunkt des lebensbezogenen Ansatzes steht das Kind. Wir sehen das Kind als eigenständige Persönlichkeit mit seinen Wünschen und Bedürfnissen, sowie Fertigkeiten und Fähigkeiten. Kinder entdecken sich und ihre Umwelt spielerisch und ganzheitlich mit allen Sinnen, in dem sie mit dem ganzen Körper Erfahrungen machen. Im Spiel begreifen und verarbeiten Kinder Handlungen und Situationen des täglichen Lebens. Spiel ist lernen! Spiel ist somit die elementarste Lerneinheit. Durch pädagogische Begleitung, Anregung und Hilfestellung, wird aus einer einfachen Spielhandlung bewusstes Erleben und Verstehen. Uns ist es wichtig, dem Kind die Welt zu zeigen in der es lebt, auf- und hinein wächst. Dabei spielt für uns die Wertevermittlung, die Toleranz und Akzeptanz vor Anderen eine bedeutende Rolle. Kinder sind individuelle Persönlichkeiten, die in der Entwicklung und Entfaltung ihrer persönlichen Eigenschaften gestärkt werden müssen. Sie bringen eigene Erfahrungen, Umfeldsituationen und Lebensgeschichten mit. Zudem haben Sie unterschiedlichste Bedürfnisse, Wünsche und Ideen. Kinder leben ihren eigenen Rhythmus, ihre Veranlagungen und charakterliche Eigenschaften und sind durch ihre familiäre Situationen geprägt. Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Kinder dort abzuholen, um ihnen zu helfen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie ihren eigenen Lebensweg gehen können. Dabei sind Sie, die Eltern unsere wichtigsten Ansprechpartner, wenn es um die Erziehung und Bildung ihres Kindes geht. Gemeinsame Erziehungspartnerschaft ist unser Anliegen, nur miteinander lassen sich Übergänge und Umbrüche im Leben Ihres Kindes professionell begleiten. Hier sind Sie als Eltern in erster Linie gefordert um die Entwicklung Ihres Kindes mitzutragen und im Austausch mit den Erziehern optimal zu begleiten. Gemeinsam machen wir Kinder stark für das Leben.

3. Bildungs- und Erziehungsziele

3.1 Grundprinzipien unserer Arbeit Partizipation – Integration – Inklusion

Partizipation
In unserer Kinderwelt begegnen die Kinder zum ersten Mal in ihrem Leben einer größeren außerfamiliären Gruppe, in der es nötig ist, eigene Interessen mit denen der Gruppe zu vergleichen. Unsere Kinderwelt ist ein Ort, an dem die Kinder erste Erfahrungen im Zusammenleben sammeln können. Dies kann nur stattfinden, wenn die Kinder die Möglichkeit bekommen, an Entscheidungen beteiligt zu werden. Aus diesem Grund halten wir gruppenintern sowie gruppenübergreifend Kinderkonferenzen ab. Hier finden Kinder ein Forum vor, bei dem durch gemeinsame Regeln gesichert ist, dass jedes Kind zu Wort kommt und erfährt, dass auf alle Vorschläge eingegangen wird. So haben die Kinder die Möglichkeit selbst mit zu bestimmen.

Integration/Inklusion in unserer Kinderwelt
Inklusion steht für die Offenheit einer Gesellschaft in Bezug auf soziale Vielfalt. Im Rahmen der Eingliederungshilfe in KiTA-Einrichtungen wird auch der Begriff der Einzelintegration verwendet. Zur Umsetzung von Inklusion bedarf es geeigneter Rahmen- und Lernbedingungen für das Zusammenleben von Kindern mit und ohne Auffälligkeiten oder Behinderungen. Diesen Weg wollen wir zukünftig gehen. Hier ist hohe pädagogische Präsenz gefragt, und es gibt den Kindern die Chance sich selbst und den anderen mit all seinen Normalitäten und Einschränkungen besser kennen zu lernen und anzunehmen. „Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ (Grundgesetz §3, Absatz 3). Inklusive Pädagogik, welche die Gleichberechtigung aller Kinder, unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen, ihrer sozialen, kulturellen oder ethnischen Herkunft vorsieht, ist verankert in der UN Menschenrechtskonvention. Inklusion heißt für uns eine vorbehaltlose, ganzheitliche Förderung aller Kinder. Gerade in der Kleinkindpädagogik sehen wir große Chancen für eine inklusive Erziehung. In der frühen Kindheit gehen Kinder noch unbefangen und ohne Hemmungen oder Kontaktbarrieren miteinander um. Interkulturelle Pädagogik verstehen wir als Teil unseres Alltags. Durch große Migrationsbewegungen in der ganzen Welt, durch Globalisierung und das Zusammenwachsen der Länder Europas ist die Gesellschaft, in der wir leben, sehr vielfältig und komplex geworden. Wir fördern Kinder in ihrer sozialen, kulturellen und individuellen Identität und stärken sie in ihrer Toleranz gegenüber dem Anderen und Unbekannten. Wir fördern die Aufgeschlossenheit für andere Kulturen und eine respektvolle und wertschätzende Grundhaltung gegenüber allen Menschen.

„Kinder brauchen für Ihre individuelle Entwicklung eine vielseitige anregende Lernumgebung, um sich über eigene Vorstellungen und Ideen zu verwirklichen.“ Wie Kinder Räume wahrnehmen und welche Anregungen sie ihnen bieten, hat maßgeblichen Einfluss auf ihr Lernen. Lernumgebungen, die liebevoll und anregend gestaltet und an deren Gestaltung die Kinder beteiligt worden sind, steigern das Wohlbefinden, die Lernmotivation und Wirksamkeit von Lernprozessen. Damit Ihr Kind all dies erleben, lernen und erfahren kann, arbeiten wir in Funktions- sowie Spielbereiche und in der freien Natur. Hier gelten für „Alle“ Absprachen und Regeln, die miteinander getroffen worden sind. Funktionsräume/Spielbereiche sind für jedes Kind geeignet. Das pädagogische Personal begleitet hierbei die kindlichen Lernprozesse, in denen Herausforderungen geboten und bewältigt werden. Dabei wird die Faszination der Kinder für bestimmte Themen wie z.B. Naturwissenschaften und Mathematik oder Sprache angeregt, aufgegriffen und angeboten. Altersentsprechende Angebote, gruppenübergreifendes Handeln, bietet dem Kind vielschichtige Lernerfahrungen. Kinder lernen, indem wir sie zum Staunen bringen, Herausforderungen anbieten, ihnen Raum und Zeit zum Verweilen geben.

3.1.1 Ziele und Umsetzung unserer Arbeit
Das Kind bewegt sich in einer Atmosphäre von Annahme und Vertrauen und entwickelt Schritt für Schritt ein positives Selbstkonzept. Dies ermöglicht dem Kind selbstbestimmt zu handeln und sich vor anderen zu behaupten. Ein wiederkehrender Tagesablauf und ein klar strukturierter Rahmen geben dem Kind Orientierung und Sicherheit. Bei Bedarf wird der Rahmen individuell auf das Kind abgestimmt. Eine Eingliederung in den Regelalltag wird ermöglicht. Verhaltensmuster, die störend für die Entwicklung des Kindes und das gemeinschaftliche Zusammenleben sind, werden erkannt und reflektiert. Orientiert an den Stärken des Kindes werden neue Handlungsstrategien erarbeitet und gefestigt.

3.1.2 Ein KiTa – Kind erzählt ...
Viele fragen sich immer wieder, was wir eigentlich den ganzen Tag in der KiTA machen. Ich möchte Euch davon erzählen! Wenn ich morgens in meine Gruppe komme, treffe ich gleich meine Freunde, das ist toll! (*Kontakte knüpfen/Sozialverhalten) Meine Erzieherin braucht dann meistens ganz dringend meine Hilfe beim Obst- und Gemüseschneiden für den Obstteller. (Feinmotorik, Lebenspraktische Fähigkeiten) Am allerbesten gefällt mir, wenn ich dann auch noch zum Morgenkreis klingeln darf! Ich weiß jetzt sogar schon die Wochentage, die Monate und welches Datum heute ist. (Wissensvertiefung/Sprachförderung/ Selbstbewusstsein, Mathematische Förderung). 

Im Morgenkreis darf Ich erzählen, dass ich mit meiner Mama im Schwimmbad war und mich getraut habe, unterzutauchen. Da haben alle Kinder gestaunt, was ich Tolles erlebt habe und ich war ganz stolz. (Sprachförderung/Selbstbewusstsein) Am Ende zählen wir, wie viele Kinder da sind und überlegen zusammen wer heute fehlt und warum. Dann singen wir ein Morgenlied und besprechen zum Abschluss, was wir heute alles vorhaben. (Mathematische Förderung/Musikalische Förderung) Nach dem Morgenkreis gehen alle Kinder in die Garderobe und holen ihre Taschen und Rucksäcke. Jetzt dürfen wir das Händewaschen nicht vergessen. Anschließend gehen wir gemeinsam zum Frühstücken ins Kinderbistro.

Ich gieße mir etwas zu Trinken ein, packe mein Frühstück aus und bleibe sitzen. (Esskultur/ Lebenspraktische Fähigkeiten/ Eigenverantwortung/Ordnung) Nach dem Aufräumen der Taschen geht es los zum Spielen! Gar nicht so einfach, wenn man sich selber entscheiden darf, was und mit wem man spielen mag. (Eigenverantwortung/Selbstbehauptung) Zuerst gehe ich jetzt an den Maltisch! Da kann ich schneiden, kleben, malen oder basteln. Wenn ich damit fertig bin, räume ich meine Sachen weg und überlege mir was Neues. (Kreativität/ Feinmotorik/Ordnung) Ich bin dann mit meinen Freunden in die „Legoecke“ gegangen. Dort haben wir zusammen ein tolles Flugzeug und auch noch eine Kugelbahn gebaut - mit ganz vielen Kurven! (Konstruktion/Logisches Denken/Kooperatives Verhalten) Jetzt wollten wir mal in die Puppenecke, zum Vater-Mutter-Kind spielen. Ich war die Mutter und musste für die Kinder kochen. Dann habe ich das Essen auf die Teller und an die Kinder verteilt, weil die hatten ja Hunger! (Rollenspiel/Kreativität/Verarbeiten von Gefühlen und Erlebnissen/Soziale Fähigkeiten/ Kooperation/ Sprachförderung) Und später ist mir eingefallen, dass ich schon so lange nicht mehr Uno gespielt habe! Meine Erzieherin hat mitgespielt und sie hat dauernd gegen mich verloren! Einmal hat sie auch gewonnen. Ist aber nicht so schlimm. (Einhalten von Regeln/Logisches Denken/ Frustrationstoleranz/ Farben und Zahlen erkennen) Dann haben wir ein neues Bilderbuch gelesen, ganz eng zusammen gekuschelt auf dem Sofa mit den anderen Kindern. Das fand ich richtig gemütlich.(Sprachförderung/ Literacy-Erziehung/ Emotionale Bindungen) Leider hat dann mein Freund die Aufräumklingel läuten dürfen. Also mussten wir schnell alles aufräumen, was wir heute gespielt haben (ganz schön viele Sachen...). Aber wir haben alle mit geholfen, dann ging es schon. (Frustrationstoleranz/Ordnung und Regeln einhalten) Nach der Aufräumzeit haben wir einen Stuhlkreis gemacht. Da üben wir alle still zu sitzen. Wenn wir was besprechen, müssen wir abwarten, bis wir an der Reihe sind. Wir melden uns wie in der Schule! (Konzentration/Geduld/ Zuhören/Sprachförderung) Heute haben wir dann noch gespielt „Ich bin in den Brunnen gefallen“ Das habe ich mich getraut! Obwohl alle nur auf mich geschaut haben. (Musikalische Förderung/ Selbstbewusstsein/Sprachförderung) Nachher sind wir in den Garten gegangen. Vorher sollten alle auf die Toilette gehen. (bevor wir die Matschhosen, Jacken, Schals, Mützen und die Stiefel anziehen!) Beim Anziehen helfen uns immer die Großen Kinder. (Lebenspraktische Fähigkeiten/Motorik/Logisches Denken/ Kooperation und Hilfsbereitschaft) Aber dann geht’s endlich raus! Manchmal ist die Schaukel schon besetzt, wenn ich in den Garten komme, dass finde ich nicht so schön. Dann muss ich abwarten, bis die anderen Kinder endlich mit mir abwechseln. So lange kann ich noch klettern oder Pädagogisches Konzept Kinderwelt St. Norbert am Hexenbruch Sand spielen. Manchmal suche ich auch mit meiner Freundin Spinnen oder Regenwürmer.
(Motorik/Frustrationstoleranz/Rollenspiel/Naturerfahrung)
Nach einer Weile, kommen schon die Mamas und Papas und holen die ersten Kinder ab! Ich bleib aber noch bis nach dem Mittagessen in der KiTA. Wenn meine Erzieherin „Anstellen zum Mittagessen“ ruft, kommen wir alle angerannt und stellen uns immer zu zweit an. Nach dem Umziehen in der Garderobe, waschen alle Kinder ihre Hände und gehen ins Bistro zum warmen Mittagessen. Heute gibt’s Spaghetti Bolognese. Mein Lieblingsessen, mhhh lecker. Nach dem Essen spielen wir was am Tisch oder beschäftigen uns leise. Manchmal bekommen wir auch noch eine Geschichte vorgelesen und sprechen anschließend darüber. Um 14:00 Uhr werde ich dann von einer anderen Erzieherin abgeholt. Ich bin nämlich eines der Musikmäuse-Kinder. In unserer Musikstunde haben wir immer ganz viel Spaß zusammen, weil wir viele Lieder singen und uns dazu bewegen. Manchmal benutzen wir auch Instrumente oder lauschen nach Geräuschen. Nach der Musikstunde gehe ich zurück in meine Gruppe. Bald werde ich abgeholt. Dann kann ich meiner Mama und meinem Papa erzählen, was ich alles erlebt habe! Sie haben gerade gelesen, wie vielfältig und vielseitig so ein Kinderalltag sein kann. Kinder müssen Entscheidungen treffen, Konflikte lösen, sich etwas Kreatives einfallen lassen, Kontakte knüpfen, sich durchsetzen lernen, Lösungen finden, mit Frustration und Misserfolg zurechtkommen. Das Kind verarbeitet Neues und Ungewohntes. Es setzt sich mit den Anforderungen einer Großgruppe auseinander. Verarbeitet alle Eindrücke aus seiner Umwelt, die es hört, sieht und fühlt.

Nach dem Kindergarten ist jedoch der Tag noch nicht zu Ende: häufig gehen Kinder vielleicht noch zum Fußballtraining, Ballett oder Schwimmen. Dazwischen noch ein wenig Freizeit zum Erholen, Entspannen und fantasievollem Träumen.

Wir möchten Ihnen damit auf den Weg geben:
- Wie viel Ihr Kind leistet, ohne es zu merken!   
- Wie viel es lernt, ohne bereits in die Schule zu gehen!   
- Welche Fähigkeiten es durch das Spielen erfährt und sich aneignet!

3.1.3 Ganzheitliche Förderung – Lernen in Projekten
altershomogene und altersgemischte Gruppen gruppenübergreifende Angebote

Für alle Kinder bieten wir gruppenintern aber auch gruppenübergreifend „Lernen in Projekten“ als ganzheitliche Bildung an. Wir wollen alle Sinne, Fähigkeiten und Fertigkeiten dabei berücksichtigen. Bildung und Lernen findet ein Leben lang statt. Diese Prozesse beinhalten Erfahrungen, die wir machen und im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Es ist notwendig, Zusammenhänge herzustellen, mit Bekanntem zu vergleichen, zu erproben und zu versuchen. Jedes Kind entwickelt sich individuell und braucht dafür unterschiedliche Zeiten. Dabei finden auch Misserfolge und Fehler ihren Platz. Die Zeit und der Weg dorthin stehen dabei im Vordergrund. Durch die Teilnahme der Kinder an Projekten ( Zahlenland, Werken, Kochen, Experimente etc.) werden Basiskompetenzen erworben. Besonders Alltagssituationen bieten Kindern vielerlei Lernfelder. Unser pädagogisches Personal begleitet die Kinder fachlich kompetent.

Themenbezogene Förderschwerpunkte:

Natur und Umwelt
Das bewusste Beobachten von Umwelt- und Naturvorgängen im Wechsel der Jahreszeiten gibt den Kindern Sicherheit. Es festigt die Beziehung zur Natur durch die gemachten Erfahrungen und Emotionen. Wir gehen jeden Tag mit den Kindern an die frische Luft. Ausgestattet mit wettergerechter Kleidung sollen die Kinder auch bei schlechtem Wetter im Garten rutschen, krabbeln und im Sand matschen und buddeln. Bei Spaziergängen im nahegelegenen Wald, im Hexenbruch und in Höchberg erweitern wir unsere Bewegungsräume. Die Kinder werden mit den jahreszeitlichen Veränderungen vertraut gemacht und erlangen einen respektvollen Umgang mit ihr. Sie erleben auch kleinere Tiere in ihren Lebensräumen. Umweltschutz wird in unserer Einrichtung vorgelebt und mit den Kindern immer wieder thematisiert und gelebt. Montag ist Wald- und Wiesentag in unserer Kinderwelt. Alle Kindergartenkinder erleben den Wald und die Wiese als Lebens- und Erfahrungsraum. Kinder brauchen Natur und lieben Abenteuer. Sie mögen Bewegung, aber auch Entspannung und Ruhe. Der Wald ist dafür ideal geeignet. Er ist unser Abenteuerspielplatz der besonderen Art. Intensive Naturerlebnisse können durch regelmäßige Wald- und Wiesentage geschaffen werden. Die Entdeckungs- und Bewegungsfreude wird geweckt. So können die Kinder Ruhe erfahren, wie sie die Kinder im Alltag häufig kaum noch erleben. Beispielsweise, das Rauschen der Blätter im Wind oder ein kleiner Käfer im Gras. Ungewohnte Situationen, wie steile Hänge, im Weg liegende Äste oder unebener Waldboden stellen für die Kinder eine Herausforderung dar. Sie schulen motorische Fähigkeiten, fördern die Fantasie und Kreativität der Kinder. Beim Tasten, Riechen, Hören und Fühlen sind Sinne angesprochen, die im Lebensalltag manchmal zu wenig Raum finden. Die Zeit im Wald ermöglicht aus pädagogischer Sicht für die gesamte kindliche Entwicklung Erfahrungen, die in vergleichbarer Form und Vielfalt kaum in einem anderen Umfeld möglich sind. Im behutsamen Umgang mit Tieren und Pflanzen lernen Kinder ganz nebenbei die Natur zu schätzen und zu schützen.

Ethik und Religion
Wir wollen den Kindern vermitteln, wertorientiert und in Achtung vor religiöser Überzeugung zu leben und bewusst Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Die Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Religionen sollen in unserer Kinderwelt Thema sein und gelebt werden. Der Respekt und die Toleranz dem Anderen gegenüber ist dabei sehr wichtig. Im Vordergrund steht das Miteinander. In unserer Kindertagestätte werden regelmäßig traditionelle christliche Feste und Bräuche im Jahreskreislauf gefeiert und gepflegt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Vorbild sein und die Kinder unterstützen, mit ihren eigenen Gefühlen umzugehen. Sie lernen Mitverantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, andere Kinder und sich selbst in der Unterschiedlichkeit anzunehmen und angemessene Lösungen bei Streitigkeiten zu finden. Gottesdienste, Feste und Feiern, Bilderbücher, biblische Geschichten, Lieder und Rollenspiele begleiten uns das ganze Jahr über.

Musik und kreatives Gestalten
Unser wichtigstes und erstes Instrument ist unsere Stimme. Sie dient uns als Ausdrucksmittel. Mit unseren Stimmen singen wir alte und neue Kinder- und Tanzlieder, sprechen und gestalten kindgemäße Verse und Geschichten. Außerdem lernen wir Klänge und Instrumente zu unterscheiden und (laut-leise, hoch-tief, schnell-langsam) genauer hinzuhören. Wir wollen auch erste Raumerfahrungen sammeln, indem wir in tänzerischer Form, Kontakt zu einem Partner, aber auch zur Gruppe aufnehmen und setzen Musik spontan oder geplant in Bewegung um. Mit Hilfe der Rhythmussprache lernen wir unseren Körper kennen und die dazugehörigen Körperinstrumente (stampfen, klatschen, schnipsen etc.). Sie sehen also, dass Rhythmus, Musik, Bewegung und Sprache untrennbar miteinander verbunden sind und sich gegenseitig ergänzen. Die musikalische Früherziehung bezieht die gesamte Bandbreite der kindlichen Aufnahmefähigkeit ein. Dazu gehören Wahrnehmungsförderung, Schulung des Bewegungsapparates und Ausbildung eines elementaren Rhythmusgefühls.

Sprache
Aktive und passive Sprachkompetenz ist eine wesentliche Grundlage unseres Bildungs- und Schulsystems. Eine wertschätzende Haltung dem Kind gegenüber, die sich auch in Sprache ausdrückt, ist eine Grundlage für gelingende Sprachentwicklung. Die Kinder werden in verschiedensten Situationen aufgefordert und ermutigt, aktives Sprechen und Zuhören zu entwickeln. Dabei werden sie unterstützt, über Gefühle und Gedanken zu sprechen oder Beobachtungen verbal auszudrücken. Das Singen von Liedern, das Vorlesen von Bilderbüchern, sowie Fingerspiele und Singspiele tragen zur Sprachentwicklung bei. In unserer Kinderwelt wollen wir den Kindern die Möglichkeit geben, zusätzlich zu ihrer Muttersprache eine weitere Sprache spielerisch kennen zu lernen. Die Kinder befinden sich in diesem Alter in einer natürlichen Spracherwerbsphase: d.h. sie sind besonders aufnahmefähig und offen für Sprachen. Für unsere Großen bieten wir wöchentlich eine englische Spielstunde an. Die Begegnung mit einer fremden Sprache ist zugleich die Begegnung mit einer anderen Kultur. Inhalte, Themen und Einheiten stammen dabei aus dem Erfahrungsbereich der Kinder: z.B. Jahreszeiten, Farben, Lebensmittel, Tiere usw. Die Einheiten werden mit den Kindern aktiv gestaltet. Mit jeder Menge Spaß, tollen Spielen, englischen Songs zum Mitsingen, spannenden Materialien und mehr gehen wir gemeinsam auf Entdeckungsreise und lernen die englische Sprache kennen. Ziel ist es die Bereitschaft, eine fremde Sprache zu entdecken zu wecken, ein vertrautes Gefühl für die Sprache zu schaffen und Selbstvertrauen zu fördern.

Gesundheit
Gesundheit meint einen Zustand von körperlichem, seelischem, geistigem und sozialem Wohlbefinden. Wir achten deshalb auf ausgewogene, gesunde Ernährung, auf Hygiene und Körperpflege und auf ausreichend Bewegung an frischer Luft. Entspannung und Ruhe sind dabei genauso wichtig, wie ausreichende Bewegung. Die Kinder sollen auch im Umgang mit Krankheiten und ihren Ansteckungsgefahren sensibilisiert werden.

Ernährung
Wir wollen den Kindern das Essen als Fest der Sinne aufzeigen. Bei den regelmäßigen Mahlzeiten legen wir Wert auf das Erleben von Gemeinschaft und das Vermitteln von Esskultur. Das Essen wird von einem Caterer geliefert, der auf ausgewogene und gesunde Ernährung Wert legt und hauptsächlich heimische, saisonale und frische Lebensmittel verwendet. Im wöchentlichen Wechsel bringen Familien aus den jeweiligen Gruppen Obst und Rohkost mit, das von den Kindern täglich frisch zubereitet wird. Dies dient als Zwischenmahlzeit für die Kinder. Regelmäßig bereiten wir mit den Kindern am Kinderküchentag Gerichte selber zu.

Das Bistro und unser Restaurant
Ab 9:15 Uhr öffnet morgens das Bistro. Durch die gleitende Brotzeitphase können die Kinder die Zeit selbst bestimmen, wann und mit wem sie frühstücken gehen. Sie werden sensibel für ihr eigenes Körpergefühl, treffen Verabredungen und gestalten diesen Tagesabschnitt selbst. In der Zeit von 11:45 bis 13:30 Uhr bieten wir warmes Mittagessen für Krippen und Kindergartenkinder an. Dabei ist es uns wichtig, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Dazu gehört der Austausch mit- und untereinander. Hierzu gehören Tischgespräche, Tischsitten etc. Wir wollen den Kindern vermitteln, was gesunde, ausgewogene Ernährung bedeutet und wie sich dies umsetzen lässt. Dazu bereiten wir mit den Kindern gesundes Frühstück vor, kochen und backen unter diesem Gesichtspunkt. Ebenso relevant ist, den Kindern den Weg der Nahrungsmittel aufzuzeigen, die Fertigungskette zu erleben und zu erfahren. Dazu wird z.B. gemeinsam eingekauft, der Bauernhof, Bäckereien und vieles mehr besucht. Unsere Catering- Firma kocht vielseitig, kindgerecht und abwechslungsreich. Wir bieten Essen für Moslems, Vegetarier und für Kinder mit gesundheitlichen Bedürfnissen (Allergien) an.

Bewegungserziehung
Bewegung ist wichtig für die kindliche Entwicklung. Kinder wollen, sollen und müssen sich bewegen. Frühzeitige, regelmäßige und vielfältige Bewegungen helfen den Kindern die motorischen Fähigkeiten zu erproben, die Wahrnehmungsfähigkeiten zu schulen, ein positives Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein zu entwickeln, soziale Fähigkeiten, im Umgang mit anderen Kindern zu üben, ihren Körper kennen zu lernen bzw. zu kräftigen, mit der Umwelt in Kontakt zu treten Mit den verschiedensten Klein- und Großgeräten wollen wir motorische Aktivitäten anregen z.B. mit den großen Schaumstoffwürfeln, Springseilen, Schwungtüchern, Bällen, Reifen, Alltagsmaterialien, Sprossenwand etc. Angeleitete Bewegungsspiele gehören dabei genauso selbstverständlich dazu, wie das Nutzen der Außenflächen der Kinderwelt. Wir legen ganz besonders viel Wert darauf, die Bewegungszeit nicht nur so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, sondern vor allem im Freien stattfinden zu lassen. All dies geschieht unter den Namen „Kidsfit“. Unser Ziel ist es nicht nur Spaß und Freude an der Bewegung zu vermitteln, sondern auch wesentlich zur Gesundheitserziehung Ihres Kindes beizutragen.
Getreu nach dem Motto „Fitte Kinder sind glückliche Kinder“

Mathematik und Naturwissenschaften
Kinder experimentieren und forschen gerne. Mit allen Sinnen erschließen sie sich dabei die Natur und Umwelt. Wir unterstützen dies durch Angebote und Erfahrungen mit Gegenständen und Dingen des täglichen Lebens und deren Merkmale, wie Form, Größe und Gewicht. Wir stellen Materialien zum Sammeln, Stapeln, Sortieren und Auseinandernehmen zur Verfügung. Beim Umgang mit den Spielmaterialien lernen die Kinder das Vergleichen, Klassifizieren und Ordnen. So eignen sie sich grundlegende mathematische und kognitive Kompetenzen an. Sie schulen im Spiel das Gedächtnis, die Fähigkeit zur Problemlösung, die Phantasie, Kreativität und differenzierte Wahrnehmung.

Spielen
Dem Spielen der Kinder messen wir eine besondere Bedeutung zu: Spielen bedeutet in besonderer Weise selbstbestimmtes Lernen und Erfahren mit allen Sinnen und starker emotionaler Beteiligung sowie geistiger und körperlicher Präsenz. Das Spiel ist die Möglichkeit für Kinder, sich mit anderen auseinander zusetzen, ihre Eigenheiten, ihre Vorlieben, Stärken und Schwächen zu entdecken und zu respektieren. Wir gestalten eine anregende Umgebung und schaffen Freiräume zu vielfältigem Spiel. Wir unterstützen die Kinder, selbst zu entscheiden, was, wann und mit wem sie spielen möchten. Wir ermuntern die Kinder, eigene Spielideen zu entwickeln und stehen als Ratgeber zu Verfügung. Auch helfen wir bei Konflikten und beim Aushandeln von Vereinbarungen.

VORSCHULERZIEHUNG
Die Arbeit mit den Vorschulkindern ist integriert in unsere Gesamtkonzeption. Unverzichtbar für unsere pädagogische Arbeit ist die aufmerksame Beobachtung der Kinder. Wir wollen die Kinder darin fördern, aktuelle und zukünftige Lebenssituationen möglichst selbstbestimmt und sachgerecht zu bewältigen. Für jedes Kind beginnt die vorschulische Erziehung mit dem ersten Kindergartentag, für viele Kinder bereits mit dem Eintritt in die Krippe. Denn das Kind befindet sich in einer Einrichtung mit anderen Kindern, mit Pädagogen, ohne seine Eltern. Hier hat es viele Eindrücke, Erlebnisse und Herausforderungen zu bestehen. Das Kind erlebt Freundschaften und Konflikte, Erfolge und Misserfolge. Vorschule beginnt also in der Krippe/im Kindergarten und findet in allen Bereichen täglich geplant statt. Wir führen mit den Eltern der Vorschulkinder ein ausführliches Gespräch über die Schulfähigkeit ihres Kindes. Wir bieten im letzten Kindergartenjahr regelmäßig Vorschulstunden mit Übungen zu allen Kompetenzbereichen an:

- Kooperationsfähigkeit
- Kommunikationsfähigkeit
- Selbstvertrauen und Selbstsicherheit
- Frustrationstoleranz
- Fähigkeit, Konflikte auszuhalten und zu lösen
- Empathiefähigkeit und Eigenwahrnehmung
- Fähigkeit zur Verantwortung
- Konzentrations- und Arbeitsverhalten / Ausdauer und physische Belastbarkeit

Darüber hinaus vermitteln wir verstärkt und gezielt: Mathematisches Grundwissen Mathematisches

Grundwissen
- Zahlen im Zahlenraum 1 bis 10
-  Messen & Wiegen bezogen auf Länge, Höhe, Breite und Gewicht

Naturwissenschaftliches Grundwissen
-  Umwelterziehung
-  Naturwissenschaftliche Experimente
-  Beobachtungen in der Natur

Sprache
- Aufbau von Wortschatz
- Sprachgebrauch
- Satzlehre

Für Kinder mit Migrationshintergrund wird entsprechend der Vorgaben des BayKiBiGs in Absprache mit den Eltern der Sprachstand mit Hilfe des SISMIK- Bogens erhoben und die Kinder mit Förderbedarf der zuständigen Behörde für den Vorkurs „Deutsch“ gemeldet.

Wir fördern außerdem grobmotorische und feinmotorische Grundfertigkeiten.

3.1.4 Beobachtungen/ individuelle Lernprozesse und deren Dokumentation

Beobachtungen
Unser Ziel ist es, die Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten, Interessen und Entwicklungspotenzialen zu fördern. Um dem gerecht zu werden ist die Beobachtung ihres Kindes ein wichtiges Instrument. Wir erstellen von ihrem Kind genaue Beobachtungsprotokolle. Unser Konzept ermöglicht eine genaue und vielschichtige Beobachtung, welche in Teambesprechungen zusammen getragen und besprochen werden. Sie erhalten im Anschluss daran ein aussagekräftiges Entwicklungsgespräch mit einer pädagogischen Mitarbeiterin ihres Vertrauens. Auch die Kinder unserer Krippe können mit ihrem Portfolio in die Rolle des Beobachters schlüpfen. Das Portfolio ist eine Mappe in der kindgemäß die Stärken und Fähigkeiten auf selbst gemalten Bildern, Fotos und Dokumenten beobachtet und festgehalten werden. Die hier enthaltene Lernentwicklung wird von Kindern, Eltern und Pädagogen dokumentiert. Das Portfolio findet seinen Einsatz bei Elterngesprächen, zum Verfassen von Entwicklungsberichten und zur Reflexion. Beobachtungen finden täglich statt. Die Gelegenheitsbeobachtung unterscheidet sich von der gezielten, spezifischen Beobachtung. Für gezielte Beobachtungen arbeiten wir mit folgendem Material:

Sismik
Dieser Beobachtungsbogen befasst sich mit dem Sprachverhalten von Kindern mit Migrationshintergrund. Er findet im Kindergarten Einsatz und bildet die Basis der Vorkurse in der Grundschule.

Seldak
Dieser Beobachtungsbogen ist für Kinder mit der Muttersprache Deutsch und orientiert sich im Aufbau stark mit den Sismikbögen. Er ist für die Altersklasse von vier Jahren bis zum Schuleintritt konzipiert. Perik Bei diesem Bogen geht es um die sozial-emotionale Entwicklung. Dieser wird ab einem Alter von 3,5 Jahren bis zum Schuleintritt verwendet. Für die Gesamtentwicklung sind soziale und emotionale Kompetenzen wichtige Bausteine für das spätere Leben.

3.1.5 Teamarbeit/Evaluation
In unserem KiTa Team bringt sich jede Mitarbeiterin mit ihren individuellen Stärken und Fähigkeiten ein. Mit diesen Eigenschaften und unserem Teamgeist, sind wir fähig den Kindern eine abwechslungsreiche, interessante, spannende und fröhliche Zeit in unserer Kinderwelt zu bieten.

Die freigestellte Kita-Leiterin präsentiert die Einrichtung in der Öffentlichkeit und steht als Vorbild für das Team im Vordergrund. Sie motiviert, moderiert, delegiert und organisiert das Kindertagesstättengeschehen. Als Ansprechpartner für Träger, Eltern und Team ist sie verantwortlich für einen reibungslosen Ablauf des Alltags und für ein gutes Arbeitsklima im Team.

Die gegenseitige Akzeptanz und der partnerschaftliche Umgang macht unser Team stark und motiviert uns immer wieder zu Neuem. Denn nur wenn sich jede einzelne Mitarbeiterin wohlfühlt, ist eine Basis für eine gute Zusammenarbeit geschaffen. In unseren wöchentlichen Dienstbesprechungen wird unsere pädagogische Arbeit geplant, ausgearbeitet und reflektiert. Hier entstehen neue Ideen z.B. Projekte, Feste, Feiern, Kinderaktionen, Elternabende und auch monatliche Elterninformationen/ Elternbriefe. Innerhalb des Teams hat jede Mitarbeiterin individuelle Aufgaben, die sie verantwortungsbewusst und selbständig erfüllt.

In unserer Arbeit profitieren wir voneinander und bereichern sowohl die eigene Persönlichkeit als auch die Arbeit am Kind. Damit wir immer Neues und Interessantes bieten können, besuchen wir regelmäßig Fortbildungen von kirchlichen Veranstaltern und öffentlichen Trägern und geben unser erzieltes Wissen im Team und bei den Eltern weiter. So sehen wir uns als motiviertes, innovatives Team, das sich über konstruktive Kritik und Anregungen freut.

Beobachtungen von Lern- und Entwicklungsprozessen bilden eine wesentliche Grundlage für pädagogisches Handeln in unserer Kinderwelt. Wir benutzen die Evaluation, um die Qualität unserer pädagogischen Arbeit zu sichern und weiterzuentwickeln.

Mit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten haben sich hier, für uns alle, neue Strukturen, Abläufe und Regeln ergeben. Wir haben unsere Räumlichkeiten so strukturiert und eingerichtet, dass das Angebot für unserer Kleinsten bis hin zu den Vorschulkindern umfangreich, interessant und abwechselungsreich gestaltet werden kann. Dabei unterstützten uns Eltern und Kinder unserer KiTa. Wir konnten einige Wünsche der Kinder dabei berücksichtigen. Die Rahmenbedingungen zeigten uns dabei Grenzen auf, andererseits haben wir viele Möglichkeiten und Chancen gesehen, vermehrt gruppenübergreifendes Arbeiten sowie Freispielangebote im Freien anzubieten.
Der Eingewöhnungsprozess in der Kinderwelt ist für uns nach ca. drei Monaten noch nicht abgeschlossen. Wir sehen die Möglichkeiten der Optimierung unserer Räumlichkeiten, Strukturen innerhalb und außerhalb der Gruppen, sowie unserer Angebote mit und für unsere Kinder als sehr wichtig an. Wir können im Laufe der Zeit Veränderungen zum Wohle der Kinder vornehmen, da wir aus unseren Erfahrungen Positives, sowie Negatives erleben und umsetzen können. Der Austausch im Team, mit den Eltern und dem Träger sind dabei unabdingbar. Wir beabsichtigen die Dokumentation unserer Arbeit weiterhin transparent und attraktiv zu gestalten. Wie gewohnt wollen wir Fotos von Projekten, Arbeitsgruppen sowie anderen Veranstaltungen nutzen, um unsere pädagogische Arbeit bildlich darzustellen. Regelmäßig besteht für unsere Eltern die Möglichkeit eine Foto CD oder einzelne Bilder zu erwerben. In der Kinderkrippe arbeiten wir mit Portfolio, sodass die Arbeit mit dem einzelnen Kind von Anfang an dokumentiert und bildlich dargestellt wird. Diese dient ebenso als Grundlage für Elterngespräche, Dokumentationen und Vereinbarung mit den Familien.

3.1.6 Elternarbeit
Wir sehen die Eltern als wichtigste Ansprechpartner in der Arbeit mit dem Kind. Die Verantwortung für die Erziehung des Kindes liegt in erster Linie in den Händen der Eltern. Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit, sowie der gegenseitige Austausch und die Weitergabe von Informationen sind die Voraussetzung um eine ganzheitliche Förderung zu erreichen. Neben kurzen Informationsgesprächen, in denen wir die Eltern über alltägliche Vorkommnisse informieren, finden regelmäßig Entwicklungsgespräche statt. Hierbei werden Sie über den aktuellen Entwicklungsstand ihres Kindes informiert, Wahrnehmungen werden ausgetauscht und gemeinsame Ziele festgelegt. Dieses Aufeinandertreffen ist mit das „Wichtigste“ um eine effektive Kommunikationsebene zu schaffen. Unsere Elternabende bieten die Möglichkeit, sich auszutauschen, sich zu informieren und weiterzubilden. Dies können themenbezogene Elternabende, Bastelabende oder gemeinsame Planungsabende sein, die sowohl vom Team, gegebenenfalls von Referenten geplant und durchgeführt werden.
Wir arbeiten eng mit unseren Elternvertretern, den Elternbeiräten zusammen. Der Elternbeirat nimmt dabei eine tragende Rolle ein. Er ist Vermittler zwischen Team und den Eltern und fördert die gemeinsame Zusammenarbeit. Sie beraten und unterstützen unsere pädagogische Arbeit. Weiterhin begleiten sie die Planung, Organisation und Durchführung von Festen und Feiern. Diese Höhepunkte im Jahreskreislauf sind ein Bestandteil unserer Kindergartenarbeit. Zu den verschiedenen Jahreszeiten entsprechenden Festen und Feiern, sind wir auf die Mithilfe und Unterstützung der Familien angewiesen. An vielen Elternmithelfaktionen, Sommerfest, Kleidermarkt, Basare, St .Martinsfest und vieles mehr erwirtschaften wir durch Spenden und Verkäufe einen Gewinn, der den Kindern (für Spiele, Ausflüge, Veranstaltungen..) zu Gute kommt.

4. Stärkung der Basis-Kompetenzen

4.1 wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

Werte vermitteln Menschen Orientierung. Werte bieten auch Sicherheit bei Entscheidungsprozessen. Religiöse und ethische Kriterien sind hier angesiedelt. Unsere Kinder sollen lernen wertschätzend und respektvoll miteinander umzugehen. Dies ist gerade heutzutage äußerst wichtig. Die Kinder wachsen in einer Gesellschaft auf, in der im Gegensatz zu früher keine klaren Werte mehr existieren, sondern sie sich in einer großen Vielfalt an Lebens­ und Glaubenskonzepten orientieren müssen. Individualität und Toleranz auf der einen Seite stehen eine gewisse Rat- und Richtungslosigkeit in Sinnfragen gegenüber. Deshalb ist es uns wichtig, die Kinder in ihren Fragen nach Gott, Leben und Tod und dem Zusammenleben in unserer multikulturellen Gesellschaft zu begleiten. In einem immer fortwährenden Prozess werden die Kindern durch das pädagogische Personal in Kooperation mit den Eltern und anderen an der Erziehung beteiligten Personen und Institutionen unterstützt, zu Persönlichkeiten zu reifen, die mit sich selbst, ihren Mitmenschen, ihrer Umwelt und der Gesellschaft im Einklang stehen. Um dies zu realisieren leben die Erzieher den Kindern diese Werte mit höchstmöglicher Authentizität vor.

Entscheidende Werte sind:
- Wertschätzung
- Toleranz
- Respekt
- Weltoffenheit
- Gewaltfreiheit
- Individualität

In unserer Kinderwelt wird dieser Prozess gefördert durch:
- klare Regeln im Umgang miteinander
- christliche und multikulturelle Feste
- Diskussion und philosophieren mit den Kindern
- Wissensvermittlung durch Projekte und Lernwerkstätten
- religionspädagogische Angebote in Form von Geschichten und Rollenspielen

Der bewusste Umgang mit Werten kann das Selbstwertgefühl der Kinder stärken und ihre Resilienz (Widerstandsfähigkeit) fördern. Ein resilientes Kind sagt.... Ich habe Menschen, die mir vertrauen und die mich lieben.., ich bin ein Person, die von anderen wertgeschätzt und geliebt wird, und ich kann mit anderen sprechen, wenn mich etwas ängstigt oder mir Sorgen bereitet. (entnommen aus : Auf den Anfang kommt es an: Perspektiven für eine Neuorientierung frühkindlicher Bildung. Bonn, Berlin 2007 /Bundesministerium für Bildung und Forschung....)

Sie erleben sich als schöpferische und selbstbestimmte Wesen und lernen, sich abzugrenzen und die Grenzen anderer zu respektieren. Die Kinder werden in die Lage versetzt, sich zu den für sie wichtigen Themen eine umfassende Meinung zu bilden und Vorurteile abzubauen.

4.2 Geschlechter bewusste Erziehung und Kompetenz


Von Anfang an ist soziale Bildung Bestandteil der Identifikationsentwicklung eines Kindes. Emotionen bestimmen das Handeln und das Empfinden eines Kindes. Freude z.B. ist ein sehr angenehmes Gefühl, das den Kontakt zu anderen Menschen fördert. Angst hingegen löst eher Vermeidungstendenzen und oft auch die Suche nach Schutz aus. Wut und Ärger drängen auf Beseitigung dieses Gefühles. Emotionale Kompetenzen werden einerseits in der Familie, andererseits im gesamten sozialen Umfeld erworben. Ein Kind, das im Laufe seiner Entwicklung differenzierte Möglichkeiten erfährt, mit eigenen Gefühlen und mit den Gefühlen anderer umzugehen, kann sich in allen Lebensbereichen besser auf die jeweilige Situation bezogen, flexibel und konstruktiv verhalten. Gefühle spielen bei Kindern eine große Rolle. Je kleiner unsere Kinder sind, desto gefühlsbezogener handeln sie. Spiele, Bilderbücher, Gespräche und Angebote helfen den Kindern mit den eigenen Gefühlen vertraut zu werden. Rücksichtnahme wird erfasst und geübt. Die Basis zur Bewältigung von Konflikten ist gelegt, Kompromisse können geschlossen werden. Das Kind soll ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln. Es soll ein Bild über seine Stärken und Schwächen gewinnen.

4.3 Umgang mit Konflikten

Wo viele Menschen zusammen leben und agieren kommt es immer wieder zu Konflikten. Der sozial kompetente Umgang mit Konfliktfällen, das offene Austragen von Widersprüchen bringt den Einzelnen weiter und unterstützt seine Persönlichkeitsentwicklung. Damit Menschen souverän und konstruktiv reagieren können, müssen sie lernen, kritische Situationen zu erkennen und zu verstehen.

Diese Kompetenz gehört zu den Kernkompetenzen, über die Menschen in heutigen modernen und demokratischen Gesellschaften verfügen sollen. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, zivilisiert d.h. gewaltfrei, zusammen zu leben, eigene Interessen zu artikulieren, auf andere Rücksicht zu nehmen und im Sinne von Partizipation das Leben in einem Gemeinwesen mit zu gestalten und lebenswert zu machen.

Wir halten es für elementar, gemeinsam mit unseren Kindern eine Streitkultur zu entwickeln. In Kinderkonferenzen und in Kleingruppen werden Regeln, Richtlinien und mögliche Konsequenzen besprochen, beraten und festgehalten. Kindern in Konfliktsituationen stehen Bezugspersonen zur Seite, die unterstützend eingreifen. Als Nachbereitung sind immer wieder Einzelgespräche hilfreich. Reflektierende Gespräche mit den am Konflikt beteiligten Kindern erfordern klare Strukturen, damit neue Perspektiven entwickelt und verinnerlicht werden können.

4.4 Sprach- und mediengewandte Kinder
Der Erwerb der Sprachkompetenz ist von verschiedenen Faktoren abhängig: zum einen den individuellen Anlagen wie hören, riechen, sehen, tasten und schmecken, sowie viel und ausreichende Bewegung, stabile Beziehungen und liebevolle Vorbilder. Denn die Umwelt bestimmt ganz entscheidend mit, wie gut ein Kind seine angelegten sprachlichen Fähigkeiten nutzen und entwickeln kann. In unserem KiTa Alltag findet Sprachförderung durchgehend statt. Beispielsweise bei Bilderbuchbetrachtungen, im Morgenkreis und Kinderkonferenzen, in denen zuhören und ausreden lassen wichtig sind, Singen und Fingerspielen u. v. m.

4.5 Künstlerisch aktive Kinder
Kinder lernen und begreifen ihre Umwelt ganzheitlich, durch den Einsatz all ihrer Sinne. Wir fördern das Interesse der Kinder ihre Welt auf Bildern und mit Zeichen zu gestalten. Viel zu malen und zu gestalten bietet den Kindern die Möglichkeit zu kommunizieren. Kinder dürfen nicht gedrängt werden fertige Kunstwerke wie es Erwachsene verstehen, abzuliefern. Sie sollen jederzeit die Möglichkeit haben, ungezielt mit Farben, Ton und vielen anderen Materialien zu spielen und zu arbeiten. Wir fördern Kinder bei der Suche nach ihrer persönlichen Ausdrucksform. Unsere pädagogischen Mitarbeiter vermitteln den Kindern den sachgerechten Umgang mit den verschiedensten Materialien, um sie bei der adäquaten Ausdrucksmöglichkeit zu unterstützen.

4.6 Starke Kinder
Immer mehr Kinder wachsen heute in belastenden Lebenssituationen auf. Welche sozialen und personalen Ressourcen brauchen Kinder, um solche Lebensumstände bewältigen zu können, um nicht daran zu zerbrechen? Resilienz ist die physische Widerstandsfähigkeit, eine Basiskompetenz aus dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan. Resilienz ist kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal, sondern eine Kompetenz, die erst im Laufe des kindlichen Lern- und Entwicklungsprozesses erworben wird. Hier, im geschützten Raum, können mit den Kindern Bewältigungsformen und Handlungsmuster entwickelt werden, um mit aktuellen oder zukünftigen schwierigen Lebensumständen besser umgehen zu können. Resilienzförderung geschieht in erster Linie auf der Beziehungsebene. Kinder und Erwachsene sind dabei Partner, die lernen müssen, sich aufeinander einzustellen. Das Kind muss als aktiver Mitgestalter seines eigenen Lebens verstanden werden. Dies erfordert Mut, Selbstsicherheit und gegenseitige Akzeptanz. Wir achten dabei darauf, die Methodik am Alter des Kindes zu orientieren.

4.7 Rechte der Kinder
Die Rechte der Kinder sind in der UN-Kinderrechtskonvention definiert. Wir sehen es als unsere pädagogische Aufgabe, diese Thesen mit Leben zu füllen. Wir achten insbesondere auf folgende Rechte der Kinder:

- Achtung und Wertschätzung
- Zuwendung, Verständnis und Geborgenheit
- einen individuellen Entwicklungsprozess
- ein eigenes Tempo
- vielfältige Erfahrungen in einer anregenden und kindgerechten Umgebung zu machen
- die freie Wahl des Spielpartners, des Spielzeugs sowie der Spieldauer
- auch mal „nichts“ zu tun
- Ruhe
- laut sein zu dürfen
- Bewegung
- Regeln und Grenzen
- die Konsequenzen des eigenen Verhaltens zu erfahren
- Gefühle zu zeigen
- Phantasie leben und eigene Welten schaffen
- Förderung und Bildung
- Schutz
- einen gewaltfreien Umgang miteinander
- eine partnerschaftliche Beziehung zu Erwachsenen
- engagierte und verantwortliche Pädagogen
- Bei Krankheit möglichst zu Hause gesund zu werden

5. Übergänge des Kindes in der Kita
Im Leben eines Menschen gibt es immer wieder Umbrüche, die auch Kinder und deren Eltern vor neue Herausforderungen stellen. Allein zu Beginn und am Ende der KiTa-Zeit finden zwei sehr einschneidende Übergänge statt. Um diese für alle Beteiligten gut zu gestalten, ist eine enge intensive Zusammenarbeit von Eltern, KiTa und Grundschule erforderlich.

5.1 Unsere Kinder unter 3 Jahren (U3)
Unser Ziel ist es, die Kleinsten in einem Zeitrahmen von drei Monaten in die Stammgruppe und in unser Konzept zu integrieren. Für unsere Kleinsten haben wir unsere Krippengruppen zu einem Wohlfühlbereich eingerichtet. Wickeln ist für uns behutsame Säuglingspflege. Wir orientieren uns dabei an Emmi Pikier, einer Kinderärztin aus Budapest. Als Leiterin eines Säuglingsheimes, war sie überzeugt das Säuglingspflege bereits Erziehung ist. Die meisten Erfahrungen machen Kleinkinder in ihrer sozialen Entwicklung durch liebevolle Zuwendung, ungeteilte Aufmerksamkeit, sprachliche Begleitung sowie freundlichen Blickkontakt. Das Schlafen der Kinder ist in den Tagesablauf integriert und richtet sich nach den individuellen Bedürfnisse der Kinder. Dabei wird das Kind immer von einer Bezugsperson begleitet. So erfahren sie Geborgenheit, Sicherheit und Verlässlichkeit durch feste Bezugspersonen. Der Alltag in unserer Kinderwelt ist geprägt von einer eigenen Tagesstruktur mit vielen Ritualen. Nach einer Eingewöhnungsphase wollen wir den Kindern auch außerhalb ihrer Gruppen die Möglichkeit bieten, Flur, Spielbereiche in unserem Haus, sowie die anderen Kindergartengruppen kennen zu lernen. Dort können sie spielen, möglicherweise Geschwisterkinder und befreundete Kinder treffen.

Die Eingewöhnung
Der Eingewöhnungsprozess richtet sich nach dem Berliner Modell. Eine stabile Beziehung zu einer fremden Erzieherin kann nur aufgebaut werden, wenn die Eltern diesen Prozess begleiten und ihrem Kind dafür die nötige Zeit geben. Der vorgesehene Zeitrahmen ist nur ein Richtwert. Wir gestalten die Eingewöhnung für jedes Kind flexibel und nach seinen Bedürfnissen. Die Eltern bringen ihr Kind in den ersten Tagen nur für 1-2 Stunden in die Einrichtung. Sie halten sich mit ihrem Kind im Gruppenraum auf. In dieser Phase verhalten sie sich eher passiv. Um dem Kind die nötige Sicherheit zu geben, sollten die Eltern sich nicht selbst beschäftigen. Die Erzieher nehmen vorsichtig Kontakt auf. Wichtig ist auch die Beobachtung der Interaktion zwischen den Eltern und dem Kind. Während dieser Zeit (drei Tage) soll es zu keinem Trennungsversuch kommen. Eltern sollten der „sichere Hafen“ für das Kind sein.

Der Trennungsprozess
Die erste Trennungsphase muss mit den Erziehern abgesprochen und vereinbart werden. Die Mutter oder der Vater verlässt nur für einige Minuten den Raum, bleibt aber in der Einrichtung. Unser Wartebereich steht ihnen zur Verfügung. Anhand des Verhaltens, welches das Kind in dieser Situation zeigt, kann eine vorläufige Entscheidung darüber gefällt werden, wie lange die Eingewöhnungsphase dauern wird. Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn das Kind die Erzieherin/Bezugsperson als „sichere Basis“ akzeptiert hat und sich in jeder Situation von ihr helfen und trösten lässt. In mehreren Gesprächen wird die Eingewöhnung der Kinder mit den Eltern reflektiert.

5.2 Übergang in den Kindergarten - die Eingewöhnung
Für die Kinder und deren Eltern ist die Eingewöhnung in den Kindergarten ein einschneidendes Erlebnis. Der gesamte Alltag und das bestehende Beziehungsgefüge ändern sich ganz entschieden. Kinder und Eltern benötigen hierbei Begleitung und Unterstützung. Ein Kind braucht für den Aufbau einer bindungsähnlichen Beziehung unterschiedlich lange. Dies hängt von der Individualität des Kindes, von den Erfahrungen die es mit Bindungsbeziehungen gemacht hat und von seinen Vorerfahrungen mit Trennungssituationen ab. Um jedem Kind einen individuellen Start in den Kindergarten zu ermöglichen ist die aktive Unterstützung, die Zusammenarbeit mit den Eltern notwendig und äußerst wichtig. Ebenso ist ein fachlicher Austausch über die Entwicklung unserer Kleinsten mit dem KiTa-Team sehr wichtig.

Für unsere Kinder im Haus :
Unser Krippenkinder besuchen regelmäßig mit einer Bezugsperson aus der Krippe die zukünftige Kindergartengruppe. Wir beginnen ca. drei Monate vor Übertritt mit diesen Besuchstagen. Der regelmäßige Besuch, der sich im Laufe der Zeit steigert, soll den Kindern den Übertritt in den Kindergartenalltag erleichtern. Ebenso können so, erste Kontakte entstehen und somit gefördert werden. Die Bezugerzieherin wird sich dabei immer mehr zurückziehen, um den Kontakt zur zukünftigen Erzieherin zu ermöglichen. Gegenseitige Besuche auch vom Kindergartenpersonal in den Krippengruppen erleichtern den Kindern die Neue Situation zu bewerkstelligen.

Der Ablauf der Eingewöhnung
Der Tag beginnt für unsere Kinder immer in der Stammgruppe. Es ist für das neue Kind wichtig, nach seinem individuellen Tempo ankommen zu dürfen. Das bedeutet, anfangs soweit möglich kürzere Besuchszeiten mit langsamer Steigerung. Dabei helfen dem Kind klare Tagesstrukturen und Absprachen sowie Rituale um ein Gefühl von Sicherheit entwickeln zu können. Während der ersten Tage kann sich die Mutter oder der Vater mit dem Kind im Gruppenraum aufhalten. Für ihr Kind ist sehr wichtig, dass sich das anwesende Elternteil eher passiv verhält aber beobachtend, um dem Kind die sichere Basis zu Pädagogisches Konzept Kinderwelt St. Norbert am Hexenbruch geben. Nach dieser Orientierungszeit beginnt das Kind seine neue Umgebung zu erkunden und zu entdecken. Neue Kinder haben die Möglichkeit, unsere Einrichtung näher kennen zu lernen und sich einzugewöhnen. Ältere Kinder übernehmen während dieser Zeit Patenschaften, begleiten durch den Tag, erklären Regeln und helfen bei der Orientierung. So kann sich das Kind langsam mit unseren Örtlichkeiten, dem Tagesablauf, den anderen Kindern und Erziehern vertraut machen. In der Eingewöhnungsphase wird das neue Kind stets von einer Mitarbeiterin begleitet und unterstützt. Dies fördert den Aufbau von Beziehungen des Kindes zu ihren Bezugspersonen. Durch gezielte Aktivitäten und Spielimpulse stellen die Erzieher Kontakt zwischen den Kindern her. Wir legen vor allem in der Eingewöhnungsphase großen Wert auf einen regelmäßigen Austausch mit den neuen Eltern. In gemeinsamen Absprachen wird das weitere Vorgehen besprochen.

Der Trennungsprozess
Nach Rücksprache mit den Mitarbeiterinnen wird ein kurzer Trennungsversuch eingeleitet. Die Mutter oder der Vater verabschieden sich von ihrem Kind und verlassen den Raum. Wir unterstützen und helfen ihrem Kind diese Situation zu meistern. Sollte ihr Kind mit dieser Situation überfordert sein, kommen die Eltern zurück. Mit der Eigenständigkeit des Kindes, der Verringerung des Kontaktes zu den Eltern, dem vertrauensvollen Umgang mit uns, zeigen sich Anzeichen für das Ende der Eingewöhnungszeit. Alle Eltern, besonders denjenigen, deren Kind sich bereits im Trennungsprozess befindet, haben die Möglichkeit, sich in unserem Haus aufzuhalten. Wir bieten Elterngespräche zur Unterstützung der Eingewöhnung an, um diesen Übergang für Eltern und Kind gut zu begleiten.

5.3 Übergang in die Grundschule
Schulisches Lernen vorzubereiten ist die Aufgabe der gesamten Arbeit im Kindergarten. Vorbereitung auf die Schule findet durch ständige, altersgemäße Förderung in den Bereichen der emotionalen, kognitiven, motorischen und musischem Entwicklung statt. Unser Ziel ist die Vorfreude auf die Schule zu fördern, gleichzeitig aber auch den Wissensdurst der Kinder zu stillen. Wir stärken die Basiskompetenzen der Kinder, wie z.B. Selbstvertrauen, Kommunikationsfähigkeit, Sozialkompetenz - eine positive Einstellung zum Lernen. Ängste sowie Erwartungen liegen dicht beieinander und werden auf diese Weise ernst genommen und bearbeitet. Ein positives Selbstbild und Selbstwertgefühl sind die wichtigsten Voraussetzungen für einen gelungen Schulstart. Der Vorschultreff bietet den Kindern sich mit dem Thema Schule auseinander zu setzen. Gemeinsam wird Kontakt zur Schule gesucht und gelebt. Lehrkräfte besuchen unsere Kinderwelt. Unsere Vorschulkinder werden zu Unterrichtstunden in die Schule eingeladen, Feste und Elternabende werden zusammen vorbereitet und durchgeführt. Regelmäßige Kooperationstreffen mit Beauftragten aus allen Höchberger KiTas und der Grundschule ermöglichen einen fachlichen, aktuellen an den Bedürfnissen der Kinder orientierten Austausch.

Folgende Projektinhalte werden im Vorschultreff „Pepig“ (am BEP orientiert) aufgegriffen:

• Naturwissenschaften und Mathematik
• Bewegung
• Kreatives Tun
• Kognitive Kompetenz
• Sprache und Literatur
• Natur und Umwelt
• Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit
• Soziales Lernen und Verstehen

Gemeinsam mit den Lehrern der Grundschule erleben deutsche Kinder mit Förderbedarf und Kinder mit Migrationshintergrund, mit nichtdeutscher Familiensprache, zusätzliche Sprachförderung, um möglichst die gleiche Ausgangsbasis für Lernen zu erhalten. Dabei wird Hand in Hand gearbeitet. Zusätzlich wird den Vorschulkindern ein separates Sprachtrainingsprojekt über 20 Wochen „Hören, Lauschen, Lernen“ nach Professor Dr. Küspert angeboten.

Gegen Ende der Kindergartenzeit beginnt für die Kinder bereits der Loslösungsprozess. Die Vorfreude auf die kommende Schulzeit bedeutet auch Abschiednehmen von Vertrautem. Gemeinsam wird diese Zeit mit Aktionen, Ausflügen, und vielen interessanten Dingen gefüllt. Damit wird den Kindern das Abschiednehmen erleichtert.

6. Qualitätsmanagement
Unsere Kinderwelt ist eine Kindertagesstätte, die sich in einem fortlaufenden Verbesserungsprozess sozialpolitischen und wirtschaftlichen Veränderungen anpasst und sich stetig fachlich weiterentwickelt. In unserer KiTa wurde vor Jahren ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 eingeführt. Es wird stetig erneuert, ergänzt und praktiziert. Alle Prozesse sind in Form von verbindlichen Verfahrensanweisungen festgelegt. Das Qualitätshandbuch, das Pädagogikhandbuch sowie das Ergänzungshandbuch werden bei Bedarf weiterentwickelt und überarbeitet. Sie dienen den bestehenden und neuen Mitarbeitern als Orientierungshilfe.

6.1 Dokumentation
Auf systematische und transparente Dokumentation in allen Arbeitsbereichen wird großen Wert gelegt. Entwicklungsbeobachtungen, Entwicklungsgespräche und Elterngespräche werden dokumentiert und archiviert. Ebenso verfahren wird mit personellen, organisatorischen und wirtschaftlichen Vorgängen.

6.2 Eltern- und Mitarbeiterbefragung
Wir führen jährliche Befragungen durch, die in ihren Ergebnissen wiederum in unsere Konzeptweiterentwicklung einfließen.

6.3 Feedbackgespräche mit Mitarbeitern
Durch regelmäßige Feedbackgespräche wird eine transparente Unternehmensentwicklung verwirklicht und es können langfristige Ziele der Einrichtung verdeutlicht werden. Zudem soll durch diese Gesprächskultur die persönliche und berufliche Weiterentwicklung, die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen unterstützt werden.

6.4 Regelmäßige Trägerbesprechung
Regelmäßige Trägerbesprechungen intensivieren die Zusammenarbeit und stellen eine hohe Transparenz der Arbeit dar. Leiterin und stellvertretende Leiterin treffen sich einmal monatlich bei Bedarf auch häufiger mit der Geschäftsleitung und dem Trägervertreter. Hier werden organisatorische, wirtschaftliche Beratungsgespräche durchgeführt.

7. Hygienemanagement

7.1 Hygienebeauftragter
Ein Mitarbeiter übernimmt die Aufgabe eines Hygienebeauftragten.

Dessen Aufgaben sind:

- Erstellen und Aktualisieren des Hygieneplans
- Überwachen der Einhaltung aller im Hygieneplan aufgeführten Maßnahmen
- Durchführen von Hygienebelehrungen
- Ansprechpartner im Kontakt zum Gesundheitsamt Der Hygieneplan ist jederzeit zugänglich und einsehbar.

7.2 Reinigung
Die Räume werden täglich von Reinigungskräften gesäubert.

7.3 Lebensmittelhygiene
Standards der Lebensmittelhygiene und des Infektionsschutzgesetz sind den Mitarbeitern bekannt und werden umgesetzt. Es finden regelmäßige Schulungen statt.

8. Organisatorische Rahmenbedingungen

8.1 Öffnungszeiten/Schließzeiten
Unsere Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag 7:15 Uhr - 16:30 Uhr
Freitag 7:15 U h r - 14:30 Uhr

Ihre Bring- und Abholzeiten richten sich individuell nach ihrer Buchung.
Feste Schließtage in der KiTa:

Weihnachten: zwei Wochen
Fasching: Rosenmontag und Faschingsdienstag
August: zwei Wochen

Zu diesen Schließzeiten können weitere hinzukommen zum Beispiel der Teamplanungstag, Brückentage oder Teamfortbildungen.

Diese werden Ihnen am Anfang des KiTa - Jahres oder aktuell im Elternbrief/Aushang bekannt gegeben.

8.2 Kern-, Bring- und Abholzeit
Frühdienst (gruppenübergreifend) 7:15 Uhr - 8:00 Uhr
Bringzeit am Vormittag 7:15 Uhr-9:00 Uhr

Gruppeninterne und übergreifende Kernzeit 9:00 U h r - 12:00 Uhr

Warmes Mittagessen/Brotzeit im Kinderbistro 11:45 Uhr - 13:30 Uhr

Die Bring- und Abholmöglichkeit Ihres Kindes am Nachmittag ist individuell nach Buchung Ihrer Betreuungszeit.

Kernzeit 13:30 Uhr - 15:30 Uhr

Nach dem Mittagessen besteht für unsere jüngeren Kinder die Möglichkeit, sich auszuruhen bzw. einen Mittagsschlaf zu machen.

8.3 Buchungszeiten/Betreuungskosten

KiTa-Beitrag: (beinhaltet 2 Euro Getränke und 2 Euro Spielgeld)

Wöchentliche Buchungskategorien:

3,0 bis 4,0 Std. 98 Euro
4,0 bis 5,0 Std. 105 Euro
5,0 bis 6,0 Std. 112 Euro
6,0 bis 7,0 Std. 117 Euro
8,0 bis 9,0 Std. 127 Euro

Für die Kinderkrippe:

1,0 bis 2,0 Std. 85 Euro
2,0 bis 3,0 Std. 103 Euro
3,0 bis 4,0 Std. 123Euro
4,0 bis 5,0 Std. 143Euro
5,0 bis 6,0 Std. 163Euro
6,0 bis 7,0 Std. 183 Euro
7,0 bis 8,0 Std. 203 Euro
8,0 bis 9,0 Std. 223 Euro

Besuchen aus einer Familie zwei oder drei Kinder gleichzeitig die Kinderwelt, ermäßigt sich der Beitrag für das zweite und dritte Kind jeweils um 10,00 Euro. Buchungszeiten können nach Absprache mit dem Träger und der Leitung individuell abgeändert werden. Die Kosten für den KiTa-Platz können auf Antrag vom Pädagogisches Konzept Kinderwelt St. Norbert am Hexenbruch Kreisjugendamt Würzburg übernommen werden. Die Bestätigung über den Besuch in unserer Kinderwelt bekommen Sie von der Kindertagesstättenleiterin.

8.4 Anmeldung und Aufnahme
Aufgenommen werden Kinder ab unter einem Jahr bis zum Sechsten Jahr. Eine Anmeldung ist jederzeit möglich. Nach vorheriger Terminabsprache bekommen Sie eine Hausführung und ein ausführliches Anmeldegespräch. Hier können Sie unsere Einrichtung kennen lernen, persönlich mit uns ins Gespräch kommen und sich einen Gesamteindruck über unsere Kinderwelt verschaffen.

Vor dem ersten KiTa -Tag finden ein sogenannter Kennenlernabend, sowie Schnuppertage statt. Die Eingewöhnungsphase gestalten wir mit Ihnen gemeinsam unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse Ihres Kindes.

8.5 Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
Um ein ganzheitliches Gesamtbild des Kindes zu bekommen ist der Austausch mit allen an der Erziehung beteiligten Personen äußerst bedeutsam. Nur eine enge Zusammenarbeit gewährleistet eine optimale Umsetzung vereinbarter Ziele. Mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten in schriftlicher Form stehen wir im Dialog mit Lehrkräften und anderen Institutionen. Daneben verweisen wir auf spezifische Anlaufstellen, die der Situation der Familie gerecht werden können. Somit werden Hilfen entwickelt, die sich gegenseitig ergänzen. Das Kind erfährt ein stabiles soziales Netz und kann auch in kritischen Entwicklungsphasen aufgefangen werden.

In unserer näheren Umgebung, haben wir Kontakt zu den anderen Kindertageseinrichtungen von Höchberg, zur Pfarrgemeinde, Marktgemeinde, zu örtlichen Vereinen (Feuerwehr, Geflügelzüchterverein....) und zur Grundschule von Höchberg.

Eine weitere Zusammenarbeit findet statt mit:

dem Kreisjugendamt Würzburg
Bezirk Unterfranken
dem Gesundheitsamt
dem Caritasverband für die Diözese Würzburg
den Fortbildungsstellen
den Erziehungsberatungsstellen
der Frühförderstelle in Veitshöchheim
den Schulen Ärzten
Logopäden und anderen Fachdiensten
Fachakademien für Sozialpädagogik/ Fachoberschule und anderen Ausbildungsstätten
Einzelintegrationsfachkräften
Frühdiagnosezentrum der Universitätsklinik Würzburg

8.6 Wir haben es geschafft.....
Durch intensive Zusammenarbeit unserer Mitarbeiterinnen konnte unsere Konzeption an die NEUE Kinderwelt angepasst werden. Wir hoffen, dass unsere Informationsschrift Ihnen unsere Einrichtung und die pädagogische Arbeit näher bringen konnte. Sicherlich wird es wieder eine Überarbeitung dieser Schrift geben, denn unsere Arbeit mit den Kindern und Familien wird stetig reflektiert und analysiert. Wir wollen uns nicht auf der selben Stelle bewegen, vielmehr ist es unser Ziel, dass wir uns zum Wohle der Kinder weiterentwickeln.

Über Anregungen und Rückmeldungen freuen wir uns.

Veröffentlicht im März 2014

Das Team der Kinderwelt St. Norbert am Hexenbruch

„ Sag es mir und ich vergesse es
zeige es mir und ich erinnere mich
lass es mich selbst tun und entdecken
und ich behalte und verstehe es !“

Kinderwelt St. Norbert
am Hexenbruch

Waldstr. 2
97204 Höchberg
Telefon:
0931 404 807 20 oder
0931 404 807 86
Fax:
0931 404 807 21
E-Mail:
info@kinderwelt-st-norbert.de

Anschrift

Kinderwelt St. Norbert
am Hexenbruch

Waldstr. 2
97204 Höchberg
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